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“Das hat gewisse Ursachen”: FC-Bayern-Probleme wundern Sammer nicht

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Kennen und verstehen sich: Matthias Sammer und Uli Hoeneß.


Vier Jahre lang arbeitet Matthias Sammer als Sportvorstand beim FC Bayern München. Entsprechend gut kennt er den Fußball-Bundesligisten und dessen Präsidenten Uli Hoeneß. Von daher zeigt er sich nicht überrascht über die aktuellen Querelen des Klubs.

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Matthias Sammer zeigt sich nicht überrascht, wie sich Meister FC Bayern München zuletzt präsentiert hat. "Ich bin nicht erschrocken über die Außendarstellung. Das, was entstanden ist, hat gewisse Ursachen – dementsprechend wundere ich mich überhaupt nicht", sagte der externe Berater von Borussia Dortmund bei Eurosport.

Hinter den Bayern liegt eine turbulente Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag. Dort hatte unter anderem ein Vereinsmitglied die Arbeit des Präsidenten kritisiert – und dafür Applaus aus dem Publikum erhalten. Hoeneß witterte anschließend einen Komplott: "Der Fan am Freitag war wahrscheinlich von außen gesteuert, der hat ja gar keine Fragen gestellt." Hoeneß' Fazit: "Ich hoffe, dass es sich wieder ändert, sonst ist es nicht mehr mein FC Bayern."

Lange gab es wenig Kritisches zu berichten

Sammer, der von 2012 bis 2016 als Sportvorstand beim FC Bayern arbeitete, betonte, er kenne verschiedenste Inhalte ganz gut. Er könne "sowohl den Klub als auch das Mediale einschätzen und weiß, dass man sich jahrelang sehr gut beäugt hat und auf Momente gewartet hat, um das Beäugen irgendwann in Wort und Tat unterzubringen".

Die Journalistenschelte ("Auf-die-Fresse-Konferenz") von Hoeneß und Rummenigge sei demnach gut bedacht gewesen. Das, was jetzt passiere, sei logisch gewesen, erklärte Sammer: "Wenn du sehr erfolgreich bist, gibt es wenig Kritisches zu berichten. Und wenn du das als Verein registrierst, gibst du ja die Schlagzahl vor – dann verändern sich die Situation, die Denkweise und auch Menschen. Das passiert gerade."

Zur Person von Bayern-Präsident Uli Hoeneß meinte Europas Fußballer des Jahres von 1996: "Wenn Uli von mir etwas wissen möchte, dann telefonieren wir." Er habe nach wie vor ein gutes Verhältnis zu seinem ehemaligen Weggefährten. Trotz aller Kritik, die Hoeneß in den vergangenen Wochen erntet, betonte Sammer: "Ich bin der Meinung, dass Lebensleistungen – unabhängig davon, dass es auch mal ein bisschen schwieriger oder kritischer ist – nicht zerstört werden können."

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