Politik

Von der Leyen will Invictus Games nach Deutschland holen

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Kugelstoßen, Sitzvolleyball, Schwimmen: Seit 2014 können psychisch und physisch kriegsversehrte Soldaten und Soldatinnen bei den Invictus Games („Invictus“: Latein für „unbesiegt“) in elf Sportarten antreten und Medaillen gewinnen.

Die Spiele gehen auf eine Initiative des britischen Prinzen Harry zurück, der selbst in Afghanistan diente, mit verwundeten und toten Kameraden zurück in die Heimat flog.

Verteidigungsministerin von der Leyen (60, CDU) setzt sich jetzt dafür ein, dass auch Deutschland bald ein Austragungsort wird. „Ich wünsche mir, dass wir demnächst Gastgeber sein können für diese Spiele“, sagte die Ministerin zu BILD. Nächstes Jahr findet die Veranstaltung in Den Haag statt, danach soll sie alle zwei Jahre ausgetragen werden.

Von der Leyen will in Sydney die deutsche Bewerbung verkünden. Nach London (2014), Orlando (2016) und Toronto (2017) finden die Invictus Games in Australien statt (20.-27. Oktober), und von der Leyen ist vor Ort, um den 20 deutschen Teilnehmern die Daumen zu drücken. Das hatte sie ihnen bei ihrem Besuch im Trainingslager „fest in die Hand versprochen“.

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Die Bundeswehr-Sportschule in Warendorf wählte die deutschen Kandidaten aus, bereitet sie in zwei Trainingslagern vor und betreut sie vor Ort. 2017 gewannen die Deutschen fünf Medaillen: Gold im Kugelstoßen, zweimal Silber (Radfahrern) und zweimal Bronze (Diskuswerfen und Radfahren).

In diesem Jahr sind mehr als 500 Soldaten und Soldatinnen aus 18 Nationen dabei. Der Sport und die gemeinsamen Vorbereitungen sowie die Teilnahme am Wettkampf helfen den traumatisierten und körperlich behinderten Soldaten, zurück ins Leben zu finden.

Die Ministerin: „Die Invictus Games zeigen der Öffentlichkeit, was für eine Power in Menschen steckt, die einen hohen Preis im Dienst für ihr Land gezahlt haben. Invictus Games, das ist bewunderswerter Wille, das ist Mut, beeindruckende Leidenschaft und Leistungskraft. Diese Soldatinnen und Soldaten sind echte Vorbilder.“

André Wüstner, Vorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes, teilt die Meinung der Ministerin und sagte zu BILD:

„Die Invictus Games in Deutschland wären der Hammer! Ein Mehr an Wertschätzung und Anerkennung gegenüber Veteranen wäre national wie international kaum denkbar. Es verdeutlicht, welche tragischen Folgen Einsatzmandate haben können, aber auch, welche Kraft, welchen Mut Einsatzversehrte aus dem Sport ziehen. Gleichzeitig stärkt es das Band zwischen Bundeswehr und Gesellschaft.“

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