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Hegerberg ist Premierensiegerin: Modric beendet Ronaldos “Ballon”-Dominanz

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Bei Luka Mdric wird’s in diesem Jahr eng im Trophäenschrank.


Wer den “Ballon d’Or” gewinnt, darf sich als bester Fußballer der Welt bezeichnen. Seit zehn Jahren traf das immer auf die Superstars Ronaldo oder Messi zu. Nun beendet der Kroate Modric diese Ära. Der Brasilianer Neymar kassiert hingegen eine bittere Pleite.

Das persönliche Triple von Luka Modric ist perfekt: Durch seinen erstmaligen Sieg bei der prestigeträchtigen "Ballon d'Or"-Wahl der französischen Fachzeitung France Football holte der kroatische Vizeweltmeister von Champions-League-Gewinner Real Madrid nach seinen Ehrungen als "Europas Fußballer des Jahres" und "Weltfußballer des Jahres" auch die dritte und letzte große individuelle Auszeichnung in 2018.

Der 33-Jährige setzte sich bei der Wahl durch Fachjournalisten aus aller Welt vor dem portugiesischen Europameister Cristiano Ronaldo von Juventus Turin sowie den französischen Weltmeistern Antoine Griezmann von Atlético Madrid und Kylian Mbappé von Paris St. Germain durch. Ronaldo hatte den "Ballon d'Or" 2008, 2013, 2014, 2016 und 2017 geholt. Der argentinische Supertar Lionel Messi vom FC Barcelona sicherte sich den "Goldenen Ball" 2009, 2010, 2011, 2012 und 2015 und kam in diesem Jahr auf den fünften Rang. Der brasilianische Topstar Neymar von Paris St. Germain verfehlte als Zwölfter sogar eine Top-10-Platzierung. Deutsche Spieler und Profis aus deutschen Vereinen standen nicht auf der Nominierungsliste mit insgesamt 30 Namen.

Bei der Premiere des "Goldenen Balls" für Frauen erreichte die deutsche Nationalmannschafts-Kapitänin Dzsenifer Marozsan vom französischen Champions-League-Gewinner Olympique Lyon mit Rang drei ein starkes Ergebnis. Mehr Stimmen sammelten nur ihre siegreiche Klubkollegin Ada Hegerberg aus Norwegen und die dänische Europa-Fußballerin Pernille Harder vom deutschen Double-Gewinner VfL Wolfsburg. Der französische DJ und Moderator Martin Solveig sorgte mit einer sexistischen Bemerkung in Richtung Hegerberg für einen Eklat bei der Preisverleihung.

Pulisic bester Jungstar

In der U21-Kategorie belegte US-Jungstar Christian Pulisic von Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund nach der Wahl einer Jury mit früheren "Ballon d'Or"-Gewinnern wie Franz Beckenbauer beim erwarteten Erfolg von Mbappé (110 Punkte) den starken zweiten Platz (31).

Mit dem "Ballon d'Or" werden seit 1956 die überragenden Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Zunächst konnten nur europäische Spieler gewählt werden, ab 1995 alle Fußballer von europäischen Klubs und ab 2007 jeder Profi unabhängig von Liga und Nationalität. Zwischen 2010 und 2015 vergab der Weltverband Fifa aufgrund einer Vereinbarung mit dem französischen Fachmagazin "France Football" den "Ballon d'Or", der in diesem Zeitraum die Wahl zum Weltfußballer des Jahres ersetzte. Seit 2016 wird der Preis wieder in Eigenregie von "France Football" vergeben. Die Fifa richtet mit "The Best" eine eigene Wahl aus.

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